Get Bevölkerungsforschung und Politik in Deutschland im 20. PDF

By Rainer Mackensen

ISBN-10: 3531151215

ISBN-13: 9783531151212

Die Autoren der Beiträge zeigen Merkmale und Varianten bevölkerungsbezogener Forschungen und ihre Anwendungen in der NS-Zeit. Im Mittelpunkt stehen Zusammenhänge zwischen der deutschen Bevölkerungswissenschaft und der Bevölkerungspolitik des NS-Staates. Erörtert werden Aspekte der Verbindungen von Wissenschaft und Politik und ihre wechselseitigen Instrumentalisierungen wie zum Beispiel die bevölkerungswissenschaftliche Handhabung empirischer Daten zur Prüfung von Hypothesen.

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Sie batten bereits im 19. Jahrhundert eine Rolle gespielt, z. B. im „Deutschen Worterbuch" der Briider Grimm. „Entdeutschen" erschien hier als ein Verbum, das mit „abalienare a genere germanico" (= der deutschen Art entfremden) umschrieben wurde. ^^ Die Semantik des „Volkstumskampfs", der seit dem spaten 19. Jahrhundert apologetisch das Ringen um die Erhaltung des „Volkstums" deutscher Sprachgruppen im Ausland bezeichnen sollte, stand dem Diskurs der „Umvolkung" nahe. Der Umvolkungsbegriff diirfte zwar erst seit den 1920er Jahren in politisch-wissenschaftliche Diskurse eingedrungen sein,^^ wobei er besonders im Nationalsozialismus eine ausgesprochen aggressive Bedeutungskomponente erhielt.

Siegen. Weisbrod, Bemd 2005: Generation und Generationalitat in der Neueren Geschichte, in: Aus Politik und Zeitgeschehen, Heft 8/2005, 3-9. 2005. Weyer, Johannes 2000: Wemher von Braun, 2. Aufl. Reinbek bei Hamburg. ^^Assimilation" und ^Dissimilation" in der „Bev61kerungsgeschichte"9 ca. 1918 bis 1960 Alexander Pinwinkler I. ] ein typisch modemes Phanomen. h. "^ Der Kulturtheoretiker Zygmunt Baumann deutet mit diesen Worten die Assimilation - wortlich „Ahnlichmachung" - als eine charakteristische Erscheinung der „Modeme", die dazu beitragen soil, die Bildung modemer Nationalstaaten seit dem 19.

Bestimmte Traditionslinien des „Umvolkungs"diskurses lebten jedoch ungeachtet dieser teilweisen Briiche iiber 1945 hinweg fort, wenn auch teilweise in semantisch und inhaltlich oft neu akzentuierter Weise. Max Hildebert Boehm reproduzierte Ende der 1950er Jahre gangige begriffliche Versatzstiicke von „Assimilation" und „Umvolkung", vor allem hinsichtlich des Drei-Generationenmodells der „Umvolkung" und des postulierten kulturellen Reifeunterschieds zwischen „Natur-" und „Kulturv6lkem" als notwendiger Voraussetzung der „Assimilation".

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Bevölkerungsforschung und Politik in Deutschland im 20. Jahrhundert by Rainer Mackensen


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