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By Christoph Wulf, Birgit Althans, Kathrin Audehm, Constanze Bausch, Michael Göhlich, Stephan Sting, Anja Tervooren, Monika Wagner-Willi, Jörg Zirfas

ISBN-10: 3322913619

ISBN-13: 9783322913616

ISBN-10: 3810031321

ISBN-13: 9783810031327

Rituale sind produktiv. Wurden sie bislang zumeist unterAspekten der Stereotypie, Rigidität und Gewalt thematisiert, konzentriertsich die vorliegende Untersuchung auf diejenigen Momente von Ritualen, die Gemeinschaften hervorbringen und gestalten. Rituale dienen hierbei der Gemeinschaft als Medium, Differenzen zu erzeugen und zu bearbeiten, Krisen zu bewältigen und Übergänge zu strukturieren.
Die ethnographisch angelegte Studie zeigt, wie sich soziale Beziehungen in performativen Prozessen von Ritualen und Ritualisierungen bilden. In diesem Sinne liegt der Fokus auf der Dramaturgie und organization ritueller Interaktionen und ihrer Effekte, der szenisch-mimetischen Expressivität, dem Aufführungs- und Inszenierungscharakter und dem praktischen Wissen sozialen Handelns.
Vier zentrale Sozialisationsfelder performativen rituellen Handelns werden analysiert: der Lebensraum der Familie, die Übergänge im Schulalltag, die Pausenspiele von Kindern und die Medieninszenierungen von Peergroups. Darüber hinaus wird das rituelle Handeln als praktisches mimetisches Wissen besimmt sowie die Stadt als performativer Raum charakterisiert.

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A. 1995, 429), sondern um die rituellen Sequenzen und produktiven Effekte sozialer Interaktionen. Unser Interesse konzentriert sich insofern mithin nicht wissenssoziologisch auf die Explikation des (unbewußten) vor- bzw. ), sondern auf die konkreten verbalen und nonverbalen individuellen und kollektiven Handlungspraktiken. Uns interessieren dabei die körperlichen und sprachlichen Praktiken sowie deren je spezifische Habitus, die in einem familiären Erfahrungsraum deutlich werden. a. ), und betonen insofern das methodische Postulat des Kontrasts in der Gemeinsamkeit bzw.

Dabei richtet sich das analytische Interesse zunächst auf rituelle Sequenzen oder Szenen. Diese bilden Teile des "großen" Rituals. Unter diesen - wie sie im folgenden analysiert werden - verstehen wir die 1. verbale und nonverbale Anordnung und Präsentation von Interaktionen (Verfahren, Konventionen), die 2. einen normativen Anspruch vertreten, sich 3. räumlich und zeitlich abgrenzen lassen, 4. den szenisch-mimetischen Nachvollzug nahelegen, in denen 5. sich Transformationsversuche der Gemeinschaft vollziehen und in der sich schließlich 6.

Familientraditionen (family traditiones), 2. Familienfeiern (family celebrationes), 3. familienzyklische Rituale (family life cycle rituals) und 4. rituelle Interaktionsformen (patternedfamily interactions) - ist fur uns nicht von primärer Bedeutung (vgl. auch Beil 1997; Kaufmann-Huber 1998). ), hat aus methodischer Sicht den Nachteil, daß die Erforschung des Rituals insofern in vielen Fällen auf nicht beobachtbare Strukturen, Erfahrungen und Einstellungen rekurrieren, und insofern den am Ritual Beteiligten ganz spezifische Geftlhle, VorsteHungen und Mythologien unterstellen muß, deren sich das Funktionieren des Rituals selbst verdanken soll.

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Das Soziale als Ritual: Zur performativen Bildung von Gemeinschaften by Christoph Wulf, Birgit Althans, Kathrin Audehm, Constanze Bausch, Michael Göhlich, Stephan Sting, Anja Tervooren, Monika Wagner-Willi, Jörg Zirfas


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