Konsens als normatives Prinzip der Demokratie: Zur Kritik by Inga Fuchs-Goldschmidt PDF

By Inga Fuchs-Goldschmidt

ISBN-10: 3531160753

ISBN-13: 9783531160757

Jürgen Habermas vertritt die those, dass sich das Konsensprinzip des kommunikativen Handelns in den Meinungs- und Willensbildungsprozess der Politik übertragen lasse. In der vorliegenden grundlegenden Kritik zeigt die Autorin, dass diese those nicht haltbar ist. Anders als Habermas annimmt, findet kommunikatives Handeln keinen Eingang in die Prozeduralität der Politik. Das politische Handeln wird vielmehr durch systemische Vorgaben bestimmt. Diese ergeben sich im Wesentlichen aus der Prozeduralität des ökonomischen platforms sowie aus der über Macht bestimmten Prozeduralität des politischen platforms selbst.

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Die einzig legitime Gewalt ist die Gewalt, die das Prinzip der Legitimität als solches, die die Idee des Gesetzes selbst über die Einzelwillen ausübt. “ Cassirer, Das Problem Jean-Jacques Rousseau, S. 19; die Hervorhebungen entsprechen dem Original. Rousseau, Vom Gesellschaftsvertrag, II, 2, S. 39. Vgl. , III, 1, S. 77-84. “ Rousseau, Vom Gesellschaftsvertrag, I, 9, S. 32. Die historische Aufgabe der Regierung ist es außerdem, an ihrer eigenen Überflüssigkeit zu arbeiten. Da sie der bürgerlichen Selbstbestimmung verpflichtet ist, soll sie durch eine entsprechende Erziehungsarbeit die Bürger selbstbestimmungstauglich machen.

18 In der hier von Habermas vorgebrachten Unterscheidung deutet sich bereits die mit der Vorstellung einer vorbehaltlos verständigungsorientierten Handlungskoordinierung verbundene Problematik an. 20 Denn als Erwiderung auf mannigfache Kritiken verdeutlicht Habermas, es gelte, dass die Erfolgsorientierung des kommunikativen Handelns unter anderen Bedingungen stehe als die des strategischen Handelns. Die eigentliche Differenz bestünde zwischen einer egozentrischen und einer nicht-egozentrischen Verfolgung der je eigenen Zwecke.

36 Wie einleitend angemerkt, liegt das zentrale Anliegen von Rousseaus Ausführungen „Zum Gesellschaftsvertrag“ darin, ein unbedingt gültiges Prinzip der Vergesellschaftung aufzustellen. 3 Der absolute Souverän Rousseau beschreibt die staatliche Körperschaft oder Gemeinschaft, die sich im Augenblick des Abschlusses des gesellschaftlichen Paktes konstituiert, zunächst eindrücklich als eine Gemeinschaft, die sich ausschließlich über die subjektiven Pflichten begründet, unter denen sich die Vertragspartner gegenseitig binden.

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by William
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