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By Peter-Ernst Schnabel

ISBN-10: 3322881628

ISBN-13: 9783322881625

ISBN-10: 3531120085

ISBN-13: 9783531120089

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Wie werden räumliche Informationen in Situationen verarbeitet, in denen sich der Akteur in einer realen, vorgestellten oder simulierten Umgebung aufhält oder bewegt? Welchen Beitrag leisten visuelle, auditive, vestibuläre und andere Systeme zur Orientierung im Raum? Wie wird die Rauminformation im Gedächtnis repräsentiert und über fortgesetzte Eigenbewegungen aktualisiert und integriert?

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A. 1956, Dunham 1965). Zweifellos muß gleichzeitig von der Existenz krankheits verursachter Abstiegsmobilität ausgegangen werden (Turner /W agenfeld 1967). Doch als ätiologisches Erklärungsmodell taugt die Selektionshypothese wenig. Denn ihre Vertreter und mit ihnen die naturwissenschaftliche Medizin sind bis heute den Nachweis für die Existenz biophysiologischer Verursachungsfaktoren schuldig geblieben, ohne deren Annahme der Erklärungsansatz unhaltbar werden würde. P. C. Redlich zum Anlaß ihrer kaum weniger bahnbrechenden Untersuchung über 'Social Class and Mental Illness' (1958).

Doch indem er sich perspektivisch festlegt, kann er nicht einmal die Vielfalt alternativer Erkenntnismöglichkeiten nutzen, die dieser Typus gerade wegen der für ihn konstitutiven Distanz gegenüber den Kriterien medizinischer Realitätsbearbeitung bieten können müßte. Aufzuzeigen und zu begründen was die Parsonssehe Theorie der Krankenrolle von einer soziologisch befriedigenden Theorie der Krankheit unterscheidet, ist denn auch das Bemühen eines seit fast vier Jahrzehnten andauernden Auseinandersetzungsprozesses gewesen.

Betrachtungen im Vorfeld des Zuweisungsgeschehens durch den Arzt legen es nahe, zwischen einer 'Kranken-' resp. 'Nicht-Patienten-Rolle' und der 'Patientenrolle' zu unterscheiden, wobei erstere oft nur im Rahmen des Laiensystems attribuiert und auf dem Wege der Selbsthilfe bewältigt wird (Gordon 1966). Anders als Parsons, der in seinem Modell die Normen und Verhaltensweisen der amerikanischen Mittelschicht verabsolutiere, werde außerdem für eine Sichtweise plädiert, die Krankheit als normale Lebensäußerung jedes noch so leistungsmotivierten Bürgers akzeptiert, statt sie in systemfunktionaler Manier zu stigmatisieren.

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Krankheit und Sozialisation: Vergesellschaftung als pathogener Prozeβ by Peter-Ernst Schnabel


by Paul
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